18 – Die Entdeckung der Kunst
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Die Entdeckung der Kunst
Bruno drehte sich um und setzte sich gemächlich in Bewegung. Sein Fell, eine Mischung aus sanften Brauntönen und fast unmerklichen Linien, wirkte wie eine Skizze, die sich im Licht veränderte.
„Folgt mir“, sagte er leise. „Es ist nicht weit.“
Die Gruppe tauschte Blicke. Jasper schnaubte. „Ich hoffe, das ist keine weitere philosophische Sackgasse.“
Zuri grinste. „Manchmal ist eine Sackgasse nur eine Einladung, eine neue Richtung zu finden.“
Sienna seufzte, sagte aber nichts weiter. Sie folgten Bruno durch die Straßen der Stadt.
Die Luft war erfüllt vom Klang von Stimmen, von Musik, von Pinseln, die über Leinwände strichen. Überall waren Kunstwerke zu sehen – große Wandgemälde, kleine Skizzen auf Straßenschildern, Skulpturen, die sich fast wie lebendige Wesen in die Szenerie einfügten. Es war, als wäre die Stadt selbst eine einzige, riesige Leinwand.
Jasper konnte kaum stillhalten. „Schaut euch das an! Es gibt so viele Bilder! So viele Geschichten!“
Bruno blieb vor einer schlichten Holztür stehen. Ein geschwungenes Symbol war in das Holz geritzt – die Spirale.
„Hier ist es“, sagte er.
Die Tiere musterten die Tür. Sie wirkte unscheinbar, verglichen mit den farbenprächtigen Gebäuden um sie herum. Und doch lag etwas in der Luft. Etwas Erwartungsvolles.
Leo trat vor und schob mit seiner Pranke die Tür auf. Ein leises Knarren, dann öffnete sich der Blick in einen Raum voller Licht und Farbe.
An der Staffelei, von Lichtstrahlen umspielt, saß eine Frau. Sie wirkte versunken in ihre Arbeit, der Pinsel flog über die Leinwand. Und auf dieser Leinwand…
„Das…“ Milos Stimme versagte. „Das bin ja ich.“
Die Künstlerin hielt inne und sah auf. Ihre Augen ruhten für einen Moment auf den Tieren, dann lächelte sie. „Ihr seid endlich da.“
Jasper sprang vor, sein Blick wanderte zwischen ihr und dem Bild hin und her. „Wieso… ?“
Die Frau legte den Pinsel beiseite. „Weil ihr immer hier gewesen seid. In meinen Gedanken, in Farben, in Geschichten.“
Luna trat näher. „Bist du… unsere Schöpferin?“
Die Künstlerin schüttelte den Kopf. „Schöpfung ist ein großes Wort. Ich habe euch nicht erfunden. Ich habe euch entdeckt.“
Leo nickte langsam. „So wie wir den ersten Pinselstrich gesucht haben, hast du uns gefunden.“
„Oder wir uns gegenseitig“, sagte Zuri mit einem nachdenklichen Blick.
Es trat eine Stille ein, keine angespannte, sondern eine voller Möglichkeiten. Die Künstlerin betrachtete sie, und dann sagte sie: „Morgen ist das Festival. Ihr werdet sehen – ihr seid nicht allein. Kunst verbindet, auf eine Weise, die kein einzelner Pinselstrich je könnte.“
Sienna musterte sie. „Aber was ist mit dem gemalten Wald? Was, wenn wir zurückwollen?“
Die Künstlerin lächelte. „Jetzt, da ihr den Weg kennt, könnt ihr zwischen den Welten wechseln. Es gibt keine Grenze außer der, die ihr selbst zieht.“
Milo spürte, wie sein Herz schneller schlug. Ein Tor zwischen zwei Welten, und sie konnten es nach Belieben durchschreiten.
Jasper jubelte zufrieden. „Dann wird es nie langweilig!“
Leo schloss für einen Moment die Augen. Ja, es war noch nicht das Ende ihrer Reise. Es war erst der Anfang.
Wie geht es weiter?
Die gemalten Tiere des gemalten Waldes haben die Künstlerin gefunden . Genau zum richtigen Zeitpunkt. Am nächsten Tag findet das Festival statt.
Die Stadt
KI-Kunst
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